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Unsere Schulhündin Brooklyn

 

Hallo, ich bin Brooklyn, die Schulhündin.

Seit ich ein halbes Jahr alt bin, gehe ich regelmäßig mit euch zur Schule. Mittlerweile bin ich schon fast fünf Jahre alt und genieße es immer noch sehr, euch im Unterricht oder bei Wandertagen und sogar Klassenfahrten zu begleiten.

Morgens kann ich es kaum erwarten, dass ihr alle endlich die Treppe hochkommt und mich begrüßt. Bin ich bei euch im Klassenraum, bemüht ihr euch immer schön leise zu sein (ich kann ja viel besser hören als ihr), nicht zu kippeln, damit ich nicht verletzt werde und ihr haltet den Boden von Kleinteilen frei, damit ich nichts Falsches verschlucke. Eure Brotdosen riechen immer sehr verlockend, daher packt ihr diese während der Unterrichtsstunden leider immer gut weg. Dabei bin ich doch ein Labrador und habe immer Appetit. Manchmal habe ich aber Glück, dann dürft ihr üben, mir Kommandos und anschließend einen kleinen Leckerbissen, wie ein Stück Möhre, zu geben. Selbst, wenn ein Kind zu Beginn Angst vor mir hat, so dauert es nicht lange, bis ich auch von diesem in den Arm genommen werde.

Ich kann euch gut zuhören und wenn ihr mal sehr müde, traurig oder sogar wütend seid, hilft es euch, bei mir zu sitzen und mich zu streicheln.

Übrigens tut das auch der einen oder anderen Lehrerin gut ;-).

 

Ich finde es toll, mit euch zur Schule gehen zu können!

Eure Schulhündin Brooklyn

 

 

Wenn es in einer Klasse während der Pause auch bei weit geöffneter Tür auffallend leise ist, besteht die große Wahrscheinlichkeit, dass Brooklyn da ist und gerade von den Kindern mit Streicheleinheiten verwöhnt wird. Die Kinder aller Klassen lieben es, sich um Brooklyn zu kümmern und sie mit ihrer Liebe zu überschütten.

Brooklyn genießt diese Zuwendung und zeigt behutsam an, wenn sie genug davon hat. Wenn Brooklyn aufsteht und sich woanders hinlegt, verstehen die Kinder das und wissen, dass sie nun auch mal eine Pause benötigt und nicht mehr gestreichelt werden möchte.

 

Man kann es sich kaum vorstellen, welche beruhigende Wirkung ein Klassenhund auf jedes einzelne Kind haben kann, wenn man es nicht selbst erlebt hat! In den ersten Tagen, die Brooklyn in einer Klasse verbringt, ist es immer für alle aufegend und jede ihrer Bewegungen werden interessiert verfolgt. Schnell,wird ihre Anwesenheit aber zur Normalität.

Und dann ist sie irgendwann einfach da. Die Kinder kümmern und bemühen sich um Brooklyn – und sie um die Kinder. Wer mit der Arbeit fertig ist, traurig ist oder einfach mal eine Auszeit benötigt, findet bei ihr genau die Ruhe und Ausgeglichenheit, die auch aus den lebhaftesten Kindern entspannte Genießer werden lässt.

 

 

Nicht nur für die Kinder, sondern auch für Brooklyn kann ein Schultag aufregend und anstrengend sein. Dann ist es gut, dass sie sich zu Hause erholen und ihrerseits die Ruhe genießen kann.

Auch wenn Brooklyn ihren Stoffkameraden liebt, würde sie in unserer Schule niemand gegen eine solche Attrappe eintauschen wollen. Brooklyn gehört seit 2016 zu unserer Schulgemeinschaft und dank ihres ausgeglichenen Wesens gab es bei uns noch nie Kinder, die eine ursprüngliche Angst vor Hunden bei ihr nicht in kürzester Zeit abgelegt hätten.

 

Wie unsere Kinder, braucht auch Brooklyn ihren Ausgleich, indem sie viel Zeit zum Toben und Spielen hat.

In der Schule übernehmen es oft Kolleginnen und Kollegen, mit Brooklyn Gassi zu gehen, wenn ihr Frauchen Gespräche oder eine Sitzung hat oder in einer Klasse unterrichtet, wo Brooklyn gerade nicht dabei sein kann. Manchmal kommen auch die Kinder aus dem Hort und holen Brooklyn mit den Erzieherinnen und Erziehern ab, um mit ihr rauszugehen.

Das ist jedoch nichts gegen den Auslauf, den Brooklyn nachmittags genießt, wenn sie zu Hause durch den Wald rennen, einfach nur „Hund sein" und – wie es sich für einen echten Apportierhund gehört – die größten Äste und Stöcker durch die Gegend tragen darf!