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Leistungsbewertung in der Johannes-Tews-Grundschule

Bewertungsgrundsätze

Die hier hinterlegten Bewertungsgrundsätze 2021/2022 wurden in der Gesamtkonferenz und Schulkonferenz beschlossen und berücksichtigen auch den Sonderfall einer möglichen erneuten Schulschließung mit schulisch angeleitetem Lernen zu Hause (saLzH) oder einem reduzierten Präsenzunterricht wegen der Teilung von Lerngruppen. Die Bewertungsgrundsätze sind in der hier vorliegenden Form für alle Klassenstufen verbindlich.


Die Verpflichtung zum Verwenden der Schreibschrift

In unserer Schule wird seit dem Schuljahr 2018/2019 in der Mehrheit der Klassen – seit dem Schuljahr 2019/2020 in allen Klassen – der Lese-Schreiblehrgang mit der Schreibschrift begonnen. Der Wortbedeutung entsprechend gilt die Schreibschrift als die handgeschriebene und dem gegenüber die in Büchern und Druckerzeugnissen verwendete Schrift als Druckschrift.

Grundsätzlich haben wir uns in der Johannes-Tews-Grundschule auf die Schreibschrift als verpflichtende Schrift geeinigt. Die Schreibschrift ist ein verpflichtender Lerninhalt des Rahmenlehrplans und unseres schulinternen Curriculums. Schon allein im Bereich der Schreibökonomie wiegen die Vorteile der Schreibschrift so sehr, dass wir uns einig darüber sind, diese nicht nur vermitteln zu müssen, sondern auch zu wollen. Die Kinder werden die Schreibschrift also lernen müssen...

In wenigen Ausnahmefällen kann es sein, dass später hinzugekommene Kinder (z.B. von anderen Schulen oder aus einem anderen Sprachraum kommend) die Schreibschrift nicht gelernt haben, oft ist es aber auch nur eine gern verwendete Ausrede von Kindern, die lieber drucken wollen. In besonderen Ausnahmefällen (z.B. motorische Beeinträchtigung), kann es erforderlich sein, individuelle Regelungen zu treffen. Darüber entscheidet die Deutschlehrerin und muss das Schreiben der Druckschrift dann auch in einem entsprechenden Förderplan und als Nachteilsausgleich darlegen.


Wissenswertes zu den Zeugnissen

Das Berliner Schulgesetz sieht in § 58 vor, dass Kinder in der Schulanfangsphase grundsätzlich „durch schriftliche Informationen zur Lern-, Leistungs- und Kompetenzentwicklung beurteilt" werden. Damit sind verbale Zeugnisse gemeint, die auch als indikatorenorientierte Zeugnisse erteilt werden können.

Ab der 3. Klasse werden die Leistungen der Schülerinnen und Schüler durch Noten bewertet.

Die Erziehungsberechtigten können in den Jahrgangsstufen 3 und 4 in der Klassenelternversammlung mit einfacher Mehrheit beschließen, dass die verbale Beurteilung fortgeführt wird. In diesem Fall entscheidet die Klassenkonferenz – d.h. alle in der Klasse unterrichtenden Lehrkräfte, die Erzieher*innen der Klasse sowie die für die Klassenkonferenz als Vertreter*innen gewählten Eltern – entscheidet, ob eine verbale Beurteilung im Fließtext oder indikatorenorientiert erfolgt. 

Hier finden Sie weitere Informationen dazu.

 

Gemäß der Vorschriften der Berliner Grundschulverordnung erfolgt die Leistungsbewertung in der Johannes-Tews-Grundschule bis zum Ende der der Schulanfangsphase (1. und 2. Klasse) ausschließlich verbal. Die Schülerinnen und Schüler erhalten – jeweils am Ende des Schuljahres – ein Zeugnis, in dem ihre Leistungen in einem Fließtext oder indikatorenorientiert (als eine Sonderform der verbalen Beurteilung) beschrieben werden.

Die Klassenkonferenz – d.h. alle in der Klasse unterrichtenden Lehrkräfte, die Erzieher*innen der Klasse sowie die für die Klassenkonferenz als Vertreter*innen gewählten Eltern – entscheidet, ob die verbale Beurteilung im Fließtext oder indikatorenorientiert erfolgt. Hierüber werden die Eltern zu Beginn des Schuljahres informiert.

Halbjahreszeugnisse gibt es in der Schulanfangsphase nicht. Sie werden in unserer Schule durch das freiwillige Angebot sogenannter „Halbjahresgespräche" zwischen den Eltern und der Klassenlehrerin oder dem Klassenlehrer ersetzt.

Eine Sonderform der verbalen Beurteilung sind indikatorenorientierte Zeugnisse. In der Johannes-Tews-Grundschule werden diese regelmäßig in den meisten Klassen der Schulanfangsphase anstelle der verbalen Zeugnisse erteilt. Die Klassenleitung informiert die Eltern zu Beginn eines Schuljahres, welches Zeugnis in der jeweiligen Klasse erteilt wird. Hierüber entscheidet die Klassenkonferenz – d.h. alle in der Klasse unterrichtenden Lehrkräfte, die Erzieher*innen der Klasse sowie die für die Klassenkonferenz als Vertreter*innen gewählten Eltern – mit einfacher Mehrheit.

Sofern sich eine Elternversammlung in der 3. oder 4. Klasse für eine Beurteilung ohne Noten entscheidet, kann auch hier die Klassenkonferenz festlegen, indikatorenorientierte Zeugnisse auszugeben..

Ab der 3. Klasse erhalten alle Kinder halbjährlich Zeugnisse. In der Johannes-Tews-Grundschule bekommen die Kinder mit Beginn der 3. Klassen Noten und somit auch sogenannte „Ziffernzeugnisse" – also Zeugnisse, auf denen die Leistungen mit einer Note bewertet werden.

Mit einer einfachen Mehrheit können die Eltern in der 1. Elternversammlung des Schuljahres beschließen, dass die Zeugnisse auch über die Schulanfangsphase hinaus (bis maximal zur 4. Klasse) verbal erteilt werden. Die Klassenkonferenz – d.h. alle in der Klasse unterrichtenden Lehrkräfte, die Erzieher*innen der Klasse sowie die für die Klassenkonferenz als Vertreter*innen gewählten Eltern – entscheidet, ob eine verbale Beurteilung im Fließtext oder indikatorenorientiert erfolgt. Die Klassenleitung informiert die Elternversammlung entsprechend.

Die Zeugnisse werden sowohl zum Ende des 1. Schulhalbjahres als auch zum Ende des 2. Schulhalbjahres – jeweils am letzten Schultag vor den Winter- und Sommerferien – ausgegegeben.

Ab der 3. Klasse erhalten die Schülerinnen und Schüler zusätzlich zu ihrem Zeugnis die „Informationen über das Arbeits- und Sozialverhalten". Auf Beschluss der Schulkonferenz werden diese nur einmal im Jahr – jeweils mit dem Zeugnis am Ende des Schuljahres – ausgegeben und umfassen daher auch die Beurteilung des gesamten Schuljahres.

Hierin werden folgende vorgegebene Leistungsbereiche bewertet:
· Lern- und Leistungsbereitschaft
· Zuverlässigkeit
· Selbständigkeit
· Verantwortungsbereitschaft
· Teamfähigkeit

Zusätzlich hat die Schulkonferenz in der Johannes-Tews-Grundschule folgende Bewertungsbereiche beschlossen:
· Sozialverhalten
· Sorgfalt

Die Kriterien für die Bewertungsbereiche wurden von der Schulkonferenz beschlossen.


Auf allen Zeugnissen der 3. bis 6. Klassen wird die Handschrift verbal bewertet. Diese Bewertung erfolgt durch die jeweilige Fachlehrkraft für Deutsch in Abstimmung mit der Klassenkonferenz (ähnlich wie bei den Bewertungen des Arbeits- und Sozialverhaltens).

Die Fachkonferenz Deutsch hat Kriterien für die Bewertung der Handschrift in den Klassenarbeiten aller Fächer in den 3. bis 6. Klassenzusammengestellt und sich hierfür auf ein einheitliches Bewertungsraster verständigt. Gemäß Beschluss der Gesamtkonferenz vom 31.07.2019 ist dieses unter alle Klassenarbeiten – außer Mathematik – zu setzen und die Handschrift so für die jeweils vorliegende Klassenarbeit zu bewerten.

Alle Kinder können – unabhängig von ihrer Konfession oder Zugehörigkeit zu einer Glaubensgemeinschaft am Religionsunterricht teilnehmen. Auf dem Zeugnis werden die Teilnahme und der jeweilige Träger genannt, sofern die Eltern dieser Angabe nicht widersprechen.

In der Johannes-Tews-Grundschule gibt es evangelischen Religionsunterricht der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesiche Oberlausitz und katholischen Religionsunterricht des Erzbischöflichen Ordinariats Berlin. Beide Träger geben eigene Zeugnisse aus.


Sprechtage für Eltern

Um Ihnen als Eltern die Gelegenheit zu einem Austausch mit möglichst vielen Ihr Kind unterrichtenden Lehrkräften zu geben, bieten wir ab der 3. Klasse regelmäßige Fachlehrer*innen-Sprechtage an. In der Regel finden diese im Herbst jedes Jahres statt und bieten Ihnen die Möglichkeit, nach vorheriger Anmeldung einen Nachmittag lang alle Lehrer/innen sprechen zu können.

Mit den vorgesehenen 10 Minuten Gesprächsdauer sind an diesem Tag keine aufwändige Beratungen, sondern nur ein kurzer Austausch vorgesehen. Sollten Sie darüber hinaus Gesprächsbedarf haben, können Sie jederzeit individuelle Termine mit den betreffenden Lehrkräften absprechen.

Bitte beachten Sie auch, dass am Fachlehrer*innen-Sprechtag keine Gespräche mit der Klassenleitung Ihres Kindes vorgesehen sind. Hierfür bieten alle Klassenlehrer*innen individuelle Sprechtage nur für die Eltern ihrer Klasse an.